War Spying
Beim War Spying, auch War Viewing genannt, handelt es sich um einen Angriff auf drahtlos übertragene Videosignale. Viele Überwachungskameras übertragen heutzutage ihre Bilder drahtlos in die Zentrale. Das Problem dabei: Die Daten werden unverschlüsselt über öffentlich zugängliche Frequenzbänder übertragen. Damit kann jeder Besitzer eines normalen Videoempfängers diese Daten aufzeichnen.
Das Problem dabei ist weniger, daß jemand einen unerlaubten Videomitschnitt vom Geschehen im Einkaufszentrum macht, sondern der umgekehrte Fall. Kriminelle, die über einen Sender verfügen, dessen Signale stärker sind als die Signale, die die Videokamera sendet, überschreiben damit das Kamerasignal. Während die Sicherheitszentrale die gefälschten Bilder auf dem Monitor hat, können die Gangster in Ruhe die Läden ausrauben und sicher sein, nicht auf dem Video zu erscheinen. Klingt nach Hollywood, ist aber mit handelsüblichem Equipment machbar.
Betroffene Firmen sollten ihre Kameras testen und herausfinden, ob sie verwundbar sind. Es gibt zwei Möglichkeiten dies herauszufinden: Entweder durch den Aufbau eines eigenen War-Spying-Systems oder durch den Einsatz eines kommerziellen Video-Handscanners wie beispielsweise des ICOM ICR3 Handscanners.
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